Reisebericht und Bilder

 

Start  am 18.5.2014:

 

 

12.3.2014

 

die Vorbereitungen laufen langsam richtig an. Der Wohnwagen ist reserviert. Der Pickup hat einen neuen Motor und läuft wie ne Eins.Diese Woche fliege ich noch nach Indien zur Hochzeitsfeier meiner Tochter. Danach werden wir mal zum Wohnwagen fahren, ihn anhängen und schauen ob alles passt.  

Kartenmaterial und Informationen sind auch schon einige vorhanden. 

 

 

10.04.2014

 

Heute haben wir uns nochmals mit der genauen Reiseroute auseinandergesetzt und in dem entsprechenden Kartenmaterial nachvollzogen. Wird ganz schön lang und spannend. DieVorfreude und das Bauchkitzeln wird immer größer. Ein weiteres Thema für die nächsten Tage, was nehmen wir alles mit? Sofa,Großbildschirm und Service unserer Ehefrauen, geht nicht. Auch amPickup muß noch einiges vorbereitet werden. Wir haben zum Beispiel festgestellt, daß die Dauerstrombuchse der Anhängersteckdose nicht angeschloßen ist. Weiter, wie laden wir unser gesamtes elektronisches Equipment auf der Fahrt auf? Wo und wie können wir unsere Gasflaschen laden lassen? Welche Bekleidung ist sinnvoll? Was nehmen wir an Vorräten mit. Wosind Mac Donalds? :-) 

Na es gibt einiges zu Tun.

 

 

11.05.2014

 

jetzt wird es ernst. Wir waren dieses Wochendende in Südtirol auf Klausur und haben alles nochnochmals geprüft. Die Route genau festgelegt mit eventuell möglichenTagesetappen, was muss alles mit und so weiter. Ich glaube wir sind einigermaßen gut vorbereitet. Am nächsten Sonntag geht es richtig los und die Internetseite wird dann wachsen. Wir werden auch fotografieren und filmen um die Eindrücke festzuhalten. Diese Woche müssen noch einige kleine Reparaturen am Pickup durchgeführt werden, dann gibt es Großeinkauf, den Wohnwagen holen und vor allem alles einrichten und verstauen. Wir sind schon ganz schön aufgeregt.Wir hoffen die Rentiere, Elche und Eisbären warten schon auf uns.Wir werden bei unserer Rückkehr strotzen vor Gesundheit,die viele frische Luft, viel Fisch, kein Rauch keinen Alkohol (zu teuer) :-).Wir melden uns bald wieder. 

 

 

16.05.2014

 

Jetzt haben wir den Wohnwagen in Warngauabgeholt und sind dabei uns einzurichten, und festzustellen was wir noch alles vergessen haben für unsere Männerwirtschaft. Wer schläft wo, was wird wie verstaut. Für unser lebliches Wohl ist glaube ich gesorgt. Lebensmittel, Gewürze, Wasser sind da. Natürlich auch Bier "Tegernseer Max Joseph" und Wein aus Südtirol damit wir den Kummer ohne Frauern besser ertragen können. Nur was packen wir wohin? Das ist heute unsere Aufgabe. Dann noch volltanken, natürich den Pickup, ankuppeln, unsere Daheimgebliebenen trösten und Morgen Früh geht es los.

 

 

 

Vorbereitungen


 

  


18.05.2014 Waren 

 

Wir haben es geschafft. Nach 745 Km sind wir, ab Halle durch strömenden Regen, hier in Waren an der Mürnitz, Mekelnburgische Seenplatte, auf dem Campingplatz Ecktannen angekommen. Die Fahrt ging gut, das Gespann lässt sich sehr gutfahren. In Köckern haben wir getankt und unsere knurrenden Mägen beruhigt, Manfred mit Kaffee und Nußhörnchen, ich mit Currywurstund Cola. Auf dem Campingplatz gab es gerade noch eine Parzelle. Spaß beiseite, er ist höchstens zu einem Drittel belegt, sehr schön undsauber, direkt am Wasser und auch noch billig. Nach dem wir den Wohnwagen geparkt hatten, haben wir einen 1 1/2 stündigen Spaziergang am Wasser entlang in die Altstadt von Waren gemacht. Vorbei an schönen alten Villen. Zürück am Platz, um 19:30, waren wir zu faul zum Kochen, haben den Wohnwagen noch etwas umorganisiert und dann Brotzeit gemacht. Jetzt geht es uns einfach gut.

 

 

 

 

  

Waren





 

 19.05.2014 Rostock 

 

Nach der ersten Nacht im Wohnwagen, beide haben wir gut geschlafen und nicht geschnarcht, war duschen und dann in Ruhefrühstücken angesagt. Dann ging's über's flache Land nach Rostock.Die Hansestadt ist schön renoviert und sehr sauber und aufgeräumt. Wir sind durch die Altstadt spaziert haben die Marienkiche und denStadthafen angeschaut. Nach einem Rostocker Bier und einem doppelten Cappuccino ging es zurück nach Waren, inzwischen bei schönemWetter. Also Stühle und Tisch raus und in der Sonne Marmorkuchen von zuhause genossen. Dann gings ans Abendessen kochen, Schinkennudeln mit Paprika, gelben Rüben und Mais mit Tomaten-Mozzarella Salat.Nach dem Abspühlen sind wir nochmals ans Wasser gegangen und haben die Ruhe und den Sonnenuntergang genossen. 

 

  

Rostock



22.05.2014 Stockholm

 

gerade sind wir auf dem Stadtcampingplatz Stora Sällskapets Väg in Stockholm angekommen.Ein schöner, sauberer und preislich günstiger Platz in der Nähe des Zentrums. Mit der U-Bahn10 min. Nach einigen größeren Schwierigkeiten mit der Internet –Wifi Verbindung sitzen wir jetzt vor unserem Camper in der Sonne und erholen uns.

Vorgestern sind wir um ca. 9:00 in Waren gestartet und an Rostock und Lübeck vorbei nach Flensburg. Da wir vertrauenswürdig sind durften wir in Dänemark einreisen und weitergings über das flache Land nach Odense. Dort fanden wir wieder einen schönen Campingplatz. Bei schönem Wetter wollten wir grillen und die restlichen Nudeln vom Vortag essen. Doch das Grillen erwies sich als etwas schwierig. Das Fleisch war steinhart gefroren.Nach dem Einkaufen habe ich gedacht, der Wohnwagenkühlschrank ist bei 12 Volt etwas schwach auf der Brust und habe das Fleich für die Fahrt ins Kühlfach gelegt. Nun musste es gewaltsam aufgetaut werden. Das Essen mit Tomatenpaprikasalat wurde dann Dank Daser's Gasgrill doch sehr gut. Nach ein paar Bieren hatten wir die nötige Bettschwere.

Am nächsten Morgen ging es um 7:00 zum Duschen, dannFrühstücken und zusammenräumen. Bei schönem Wetter ging es über die Brücke am Großen Belt und weiter durch den Tunnel 21 km unterden Öresund und dann auf  der gigantischen Brücke über den Öresund nach Malmö, Kopenhagen und Jönköping unserem nächsten Übernachtungsziel. Die Fahrt ging durch unendliche Wälder fas immer geradeaus.

In Jönköpening auf dem Campingplatz über dem Vätternsee gab es in der Sonne Brotzeit als Abendessen da wir zufaul zum Kochen waren. Danach haben wir einen Abendspaziergang gemacht und und wieder mit dem Wifi Netz herumgeärgert, das umsVerrecken nicht funktionierte. Deshalb erst heute wieder ein Bericht.Heute Morgen ging die Fahrt Richtung Stockholm weiter, durch immer wieder wechselnde Landschaften, Wald, Felder, Felsen, typische rote Bauernhäuser und immer weniger Verkehr, meist riesige Trucks,fast wie Kleinaustralien. Jetzt werden wir noch die Bilder sortieren und uns was zum Abendessen überlegen. Morgen geht’s zumSightseeing in die Stadt.

 


Stockholm


 

Stockholm


  

Stockholm




 

  





 

 




 

  


Stockholm

 

Gestern und Heute gab es Stockholm total. Mit 24Stundenticket für alle öffentlichen Verkehrsmittel und 48 Std.Hop-on Hop-off Bus. Die Stadt ist einfach genial,besonders bei herrlichem Sommerwetter. Schöne alte Bauwerke, das viele Wasser, der Fährhafen die vielen Inseln und natürlich die schönen kühlen Schwedinnen. Wir haben es durch die ganze Stadt geschafft und sogar wieder Heim gefunden. Heute sind wir mit einem alten Dampfer 1½  Stunden auf die Scheren getuckert, nach Waxxholm und von dort mit dem Bus wieder zurück nach Stockholm. Die Eindrücke sind einfach unbeschreiblich. Jetzt sitzen wir nach dem Abendessen: Geschnetzeltes, Wildreis und Tomaten/Paprikasalat, natürlich selbstgekocht, total abgeschlafft vor unserem Wohnwagen und genießendie Ruhe.

 

  

Stockholm



Stockholm


  




   


25.05.2014 ca. 80 km nördlich von SundsvallHöga Kusten-Brücke 

 

heute morgen früh aus den Federn, Kultur undFrühstück. Um 9:30 Abfahrt. Durch Stockholm in Richtung Norden,Sundsvall ist unser Ziel. Das Wetter ist schön und warm. Heute habenwir 450 Km vor uns, wieder durch Wälder und Felder. Je weiter wir nach Norden kommen desto freier und einsamer wird das Gelände, immer weniger Verkehr und das Wetter wird zunehmend schlechter. Es fängt an zu regnen und wird immer kälter. Langsam kommen wir wieder an die Küste, Bottnischer Meeresbusen, aber wir sehen nicht viel, es nieselt und ist leicht neblig. In Sundsvall angekommen ist der von uns angestrebte Campingplatz geschlossen. Also ADAC Campingführer auf und nach dem nächsten suchen. Es gibt viele Plätze und auch wild kann man campen, aber wir wollen Strom und WiFi und werden ca.80 km nördlich fündig an der Höga Kusten-Brücke. Also nochmals eine Stunde auf die Straße die teilweise schon fast einem See gleicht, aber wir kommen an, Snippen Camping, ein schöner Wiesenplatz auf einer Kleinen Landzunge, vom Wasser umgeben. Natürlichregnet es jetzt in strömen und wir machen nur das nötigste draussen, Stromanschluß und die hinteren Stützen vom Wohnwagen raus, vorne lassen wir ihn gleich angekoppelt, morgen geht es ja gleich weiter. Nun Heizung an und trocknen und aufwärmen. 

  

Sundsvallhögaküste





26.05.2014 Skelleftea 

 

Die ganze Nacht hat es weiter geregnet, also heute früh Wachsjacke und Hut an und abgebaut. Um 10:00 gings los über die Höga Kusten-Brücke, die 2. größte Brücke Schwedens und angeblich so groß wie die Golden Gate Brücke, weiter bei mehr oder weniger Regen durch das Land der Lappen in Richtung Umea. Langsam wird es richtig einsam, teilweise auch auf der Straße, und kalt. Zum Aussteigen und ins Gebüsch braucht man schon die dicke Jacke. Nach Umea in Richtung Skelleftea wird das Wetter aber schon wieder besser.Es regnet nicht mehr und man kann schon vermuten wo die Sonne ist. InSkelleftea finden wir auch einen Campingplatz, der liegt direkt an einem Skihang und wir stehen unter dem Lift. Im Topf kocht gerade Sauce Bolognese für die Spaghetti, uns gehts richtig gut. Morgen soll die Sonne wieder scheinen. 

Skeleffta


  




27.05.2014 Muonio 

 

Heute Nacht ist es zum ersten Mal nicht mehr richtig dunkel geworden, Midsummer. Das ist sehr gewöhnungsbedürftig, man meint immer es ist erst so 20:00 - 21:00 Uhr. Trotzdem waren wir um 7:00 ausgeschlafen und sind um 9:00 losgefahren. Das Wetter ist schön und wieder wärmer. Wir sind etwas frustriert. Seit Tagen sehen wir bestimmt schon fast 100 Vorsicht Elch Schilder, aber keinen Elch. Die müssen sich alle irgenwo im Dickicht verstecken. Die Landschaft ist wunderschön, immer wilder und einsamer, Wälder, Wiesen, Wasser,dazwischen einzelne Behausungen. Teilweise stehen schon die Motorschlitten davor und es sind Wege und Kreuzungen für sie ausgewiesen. Man bekommt richtig Lust auf den Winter, wobei wir noch teilweise auf Schneereste treffen. Mittags haben wir den Polarkreis überquert, natürlich Fotos geschossen und gleich Mittagspause gemacht. Auf der Weiterfahrt standen plötzlich seltsame Anhalter amStraßenrand, beim Näherkommen erkanten wir Rudolph the red nosedrentier mit seiner Verwandtschaft. Einfach so, mitten in der Wildnis. Ca. um 16:00 haben wir den Campingplatz in Muonio gefunden. Ein romatischer Platz am riesigen, reißenden Muoniojoki Fluß. Ein verrückter Platz, an dem im Winter die Bären, Elche und Rentiere steppen, an 3 Bars, offenen Feuern, mit Motorschlittenrennen, Schlittenhunderennen, fischen, langlaufen und skifahren. Die Bilder in der heimeligen Hotel/Campingplatz Rezeption machen richtig Lust darauf. Manfred hat jetzt Specknudeln mit Ei und gemischtem Salat gemacht damit ich die Bilder sortieren und den Eintrag machen kann.Nach dem Essen werden wir noch auf ein finnisches Bier gehen. 

Muonio


  


28.05.2014 Alta  

 

Nach der zweiten hellen Nacht, um 22:30 war die Sonne noch am Himmel, sind wir heute um 9:30 gestartet. Wir hatten 300 km vor uns und konnten die Sache sehr entspannt angegen. Das war auch gut so. Wir fuhren auf einer Landstaße durch immer schönere Gebiete und mußten einen Stopp nach dem anderen einlegen um die Eindrücke zu geniesen. Auf beiden Seiten der Straße kamen immer mehr Schneeflecken und die Seen waren mehr und mehr zugefroren. Dei Gegend wurde immer einsamer, bergiger und immer wieder wieder einzelne Häuser und Ansiedlungen der Lappen mit ihren Rentieren. So schön klar die Gewässer vorher waren, so toll jetzt mit Eisschollen oder ganz zugefroren. Die ganze Landschaft  wie in der Tundra, gerade erst vom Witterschlaf erwacht. Die Finnmark ist einfach toll,man sieht vor dem geistigen Auge die Kälte, den Schnee wehen und überall die Lappen mit ihren Motorschlitten flitzen, mit eigener Verkehrsregelung und Verkehrszeichen. Natürlich in ihren dicken Fellen die jetzt vor ihren Hütten und Zelten zum Lüften hängen.Wir haben die ersten Versuche mit der GoPro Camera auf dem Auto gemacht. Die Erfoge müssen wir jetzt noch sichten. Bei einem Stoppan einem Rastplatz sahen wir mehr per Zufall eine riesigen Wasserfall etwa wie der Rheinfall, einfach irre. Wilde Natur pur und immer wieder Rentiere am Straßenrand, aber noch keine Elche. Über einen kleinen Pass kamen wir nach Alta. Der Campingplatz wieder wunderschön und bestens eingerichtet, sogar in der netten Campingküche alles was ein Hausfrauenherz begehrt, vom Spülmittel über Gewürze, Geschirr,Herd, Grill, Mikrowelle, sogar Spülmittel. Aber Manfred hat denGrill angeschmissen und wieder unser Abendessen zubereitet. Ich habe mich mit einigen Rechnungen von zuhause, im Internet herumgeärgert.Jetzt sitze ich um 20:30 noch vor dem Wohnwagen in der Sonne und schreibe meinen Bericht und sortiere die Bilder. Manfred hat sich gerade die Sonnenbrille geholt, damit er den Text lesen kann. 

  

Alta



   


   


29.05.2014 Nordkapp

 

Nach Kultur und Frühstück sind wir heute Morgen um 9:30 losgefahren. Durch Alta, ein schönes Städtchen das wir bei der Rückfahrt besichtigen wollen. Weiter ging es durch immer höheren Schnee über Steppe und kleine Pässe und Tunnels zum Porsangen Fiord. An diesem Fiord entlang gings zum Nordkapp. Die Gegend immer trostloser und noch mehr Schnee, wie auf einem der Hochalpenpässe. Immer wieder schöne Ausblicke auf den dunkelblauen Fiord mit glasklarem Wasser. Nach dem letzten Tunnel fahren wir direkt auf dasNordkapp zu. An der Mautstelle 450 Nordwegische Kronen löhnen für uns beide und wir sind da. Das Land öde die Aussicht traumhaft und klar, auf den senkrecht abfallenden Klippen ca. 250m über dem Nordatlantik. Es hat wieder erwarten wenig Leute hier und wir parken direkt an der vordersten Front. Wir können von unseren Sitzplatz im Wohnwagen alles perfekt überblicken. Nach einer kleinen Brotzeit in der Sonne haben wir alles erkundet und viele Fotos geschossen, dann ins Besucherzentrum. richtig für Touristen hergerichtet. Zur Kugel durften wir nicht. Dort wurde ein Werbefilm für Toyota gedreht, mit einem irren Aufwand. Der Rest folgt Morgen mein Akku ist gleich alle. 

 

Nordkapp


 

30.05.2014 Nordkapp - Hammerfest

 

Erst die Fortsetzung von gestern Abend. Zuerst sind wir noch vor dem Wohnwagen gesessen und haben einfach die Sonne und die Aussicht genossen. Nach dem Abendessen und Abspülen haben wir alle warmen Jacken zusammengesucht, angezogen und sind zum ersten Photoshooting-Rundgang gestartet. Es war inzwischen ca. 22:00 Uhr und die Sonne stand immer noch hoch am Himmel, wie zuhause ca. um 17:00 Uhr. Es gab schöne romantische Bilder. Zurück am Wohnwagen haben wir uns in voller Montur wieder vor den Wohnwagen gesetzt und über die Luxusliner Wohnmobil Fahrer gelästert die mit Hund und Katze unterwegs sind und sich mit zwei so Wohnwagen-Oldies wie wir gar nicht abgeben. Ach in aller Ruhe andere Leute ausrichten ist einfach schön. In der Zwischenzeit war die Temperatur kurz vor dem Gefrierpunkt und ich habe die Heizung im Wohnwagen eingeschaltet bevor wir um 24:00 Uhr bei strahlendem Sonnenschein nochmals einen Rundgang mit Photoshooting bis ca. 1:00 Uhr machten. Zurück im Wohnwagen empfing uns wohlige Wärme, dann noch alles so gut wie möglich verdunkelt und wir gingen ins Bett. Bis 7:30 Uhr haben wir gut geschlafen und haben nach einer Katzenwäsche auf der Klappe vom Pickup, denn wir standen ja nur auf einem Parkplatz, in der Sonne und der herrlichen Aussicht zum Nordpol, gefrühstückt. Dann zusammenpacken und los in Richtung Hammerfest.Wieder die ganze Strecke von gestern zurück bis Skaidi dann rechts ab wieder an schönen Repparfjord entlang und über eine große Brücke auf die Insel Kavloya und wieder der Küste entlang nach Hammerfest, der nördlichsten Stadt der Welt. Unterwegs natürlich wie jeden Tag einkaufen, irgendetwas fehlt immer. Den Campingplatz haben wir auch gefunden aber die Rezeption verschlossen, mit einem Zettel: Bitte Platz suchen und wenn Rezeption geöffnet ist bezahlen. Wir haben unseinen Platz gesucht aufgebaut und Brotzeit gemacht. Dann haben wir mit dem Pickup eine Stadtrundfahrt gemacht. Dabei haben wir den Hafen mit einem Eisbrecher, einem Hochseerettungsschiff, einem Hochseefischtrawler und diversen Tanker und kleinen Schiffen gesehen.Das Denkmal des Struve Meridianbogens bestiegen und nebenbei einElektrogeschäft gesucht, denn wir haben unseren Stromadapter für die Campingplätze irgendwo verloren. Hammerfest ist eine nette Stadtan den steilen Hängen mit lauter bunten kleinen Häusern. Heute Abend gab es Pellkartoffeln mit Kräuter- und Paprikaquark, Camenbert und Tomaten. Richtig fein. Jetz haben wir unsere Sonnenbrillen hergerichtet um wegen der Mitternachtssonne besser schlafen zukönnen. Morgen geht’s weiter zurück nach Alta.

Hammerfest


  



31.05.2014 Alta

 

Heute Morgen sind wir fast nicht aufgewacht, die Sonne war weg, Nebel und Wolken draussen und saukalt. Um 9:30 Uhr sind wir trotzdem losgefahren. Die selbe Strecke  wie gestern zurück, also nichts neues. Nichtmal ein Polarbär auf der Straße. Mittags waren wir hierauf dem Campingplatz und machen jetzt mal elektronische Aufräumarbeiten, E-mails, Einträge, Bilder und Bankkonten. Am Abend wollen wir Würstl grillen, mit Bratkartoffeln dazu. Morgen erkunden wir Alta und Umgebung. 

  

Alta




01.06.2014 Alta 2.Tag

 

Heute haben wir uns einen ruhigen Tag gemacht. Um 8:00 Uhr sind wir aufgestanden haben uns ausgiebig geduscht und in aller Ruhe gefrühstückt. Danach sind wir zu einer Rundfahrt durch Alta gestartet, ein kleiner Ort aber mit großen Hotels und Einkaufszentren, da Alta im Winter die Hauptstadt der Nordlichter und im Sommer des Raftings und Fischens und Wanderns ist. In Alta gibt es ein Museum mit Felszeichnungen aus der Steinzeit ca. 7000 Jahre alt. Das wollten wir natürlich sehen und haben es auch gefunden. DasGanze gehört zu den Stätten des Unseco Weltkulturerbes. Vor dem Museum haben wir noch einige alte Volvos getroffen. Der niederländische Volvo Oldtimerclub hat eine Rallye zum Nordcapp organisiert. In 2 1/2 Wochen von Niederlande nach Norden und zurück. Nun gings weiter ins Museum Eintritt 14,12 Euro mit deutschen Audioguide.Wir waren gute 3 Stunden auf dem Rundweg durch das Freigelände unterwegs. Sehr interessant, lehrreich und schön. Auch von der Natur her, die gerade im allerersten Frühlingsausbruch ist, überall beginnt es grün zu spitzen. Im Museum nochmals einige Erklärungen und Requisiten aus früheren Tagen. Danach wollten wir noch die Umgebung erkunden, haben aber keine befahrbare Straße gefunden. Jetzt sind wir wieder am Campingplatz zurück und bereiten uns nach einem heißen Espresso auf das Abendessen vor. Eigentlich wollten wir noch einkaufen, aber der Supermarkt hat uns vor der Nase zugemacht. Jetzt müssen wir leider hungern.  

  


Alta 2. Tag


  



02.06.2014 Skibotn

 

Heute Morgen sind wir um 6:30 Uhr aufgestanden und nach den üblichen, eingespielten Ritualen um 8:30 Uhr nach dem Einkauf imSupermarkt losgefahren. Wir hatten eine lange und vor allem langsame Etappe vor uns. Es ist vorbei mit glatten, schönen Straßen. Es geht extrem kurvig, bergauf und bergab an den Fjorden entlang und über einen kleinen Pass, immer auf der E6. Die Landschaft einfach Wahnsinn, in Worten nicht zu beschreiben, noch dazu bei schönem Wetter, Berge, Schnee und glasklares spiegelndes Wasser. Auf der Straße wird’s mitdem Wohnwagen manchmal ganz schön eng. Manfred ist nur am Filmen und Fotografieren. Ich darf dann am Abend alles sortieren, bearbeiten und archivieren. Wir werden zuhause wahrscheinlich eine mindestens zweiwöchige Diashow abhalten müssen. Seit ca. 14:oo Uhr sitzen wir jetzt hier auf dem Campingplatz in derSonne. Keiner von uns beiden hatte sich im Traum diese Oldieabenteuerreise so schön und geruhsam vorgestellt. Wenn Manfred vom duschen im Eisfjord zurück ist werden wir uns ans Abendessen machen. Mal wieder Wildreis mitSahnegeschnetzeltem und Salat, Bier, Wein und zur Verdauung einenGrappa.Servus bis Morgen.

 

  

Skibotn



03.06.2014 Kvitnes am Eingang zu den Lofoten

 

Heute Morgen sind wir mit Druckstellen im Gesichtaufgewacht, von dem Schlafen mit Sonnenbrille wegen der Mitternachtssonne. Um 9:30 ging unser Tross wieder auf die Straße nach Harstad. Eine easy Tour, nur 240 Km dachten wir. Das Ziel im Navi eingegeben 5 Std. Fahrt. Aber es sollte anders kommen. AmStorfjord entlang durchs Gebirge über Moen und Setermoen auf der E6. Dann laut Navi auf die 841 und weiter auf die 848 eine kleine enge,gewundene und holperige Straße dem Astafjord entlang. Unbeschreiblich schön aber im Durchschnitt 50 Km in der Stunde.Unterwegs haben wir nach vielen Fragen in Geschäften und Tankstellen auch endlich eine Prepaid Karte fürs Internet von Telenor erstanden,um von zufälligen WiFi Netzen unabhängig zu sein. Der Verkehr auf der Straße wurde immer weniger und die Natur immer schöner. In Hamnvik ein großes signalgelbes Schild, natürlich auf norwegisch, deshalb haben wir es nicht beachtet und sind weiter. Kurz vor Forsa plötzlich die Straße gesperrt. Hier natürlich kein Schild. Also mit größter Anstrengung unter Lebensgefahr das Gespann wenden und zurück bis zu den ersten Behausungen. Dort haben wir nach diversen Fragen erfahren, daß die Straße nur von 16-17:00 Uhr offen ist und eine Fähre um 17:00 Uhr von Sörrollens nach Harstad geht. Dies zu schaffen war sehr kritisch. Von der Fähre hat uns das Navi auch nichts erzählt. Was lernen wir daraus? Nicht aufs Navi verlassen sondern die gute Karte, die wir haben, zu Rate ziehen. Unsere Entscheidung, diese Traumstraße wieder zurück auf die E6 und dann den richtigen Weg. Jetzt sind wir um 18:30 Uhr nach 11 Stunden Fahrt hier. Ich schreibe, Manfred kocht. Noch zu erwähnen währe, wir haben am Morgen vergessen die Lampe am Essplatz abzuhängen. Ihr wurde die tolle Straße zum Verhängnis, sie ist aus derDeckenhalterung ausgerissen. Jetzt haben wir auch noch etwas zum Reparieren. Aber trotzdem bereuen wir den Fehler nicht, denn die Fahrt war einfach toll. 

  

Kvitnes



04.06.2014 Kleppstad

 

Heute Morgen haben wir uns etwas Zeit gelassen und sind um 9:30Uhr losgefahren. Wir hatten nur 250 km vor uns. Wieder auf die E10,über eine Brücke über den Tjeldsundet und dann dem Sundet entlang bis Käringen. Über einen kleinen Pass kamen wir nach Gullesfjordbotn, durch den Sordaltunelen unter dem Öksfjorden hindurch wieder der Küste entlang nach Svolvaer. Wir haben die Fahrt genossen, sind immer wieder stehengeblieben und haben versucht die Eindrücke einzufangen. In Svolvaer wurde getankt und Essen gebunkert. Svolvaer ist die Hauptstadt der Lovoten, ein nettes kleines Städtchen. Danach sind wir an der Vagan Kirke vorbeigekommen. Wir haben sie besichtigt und dabei erfahren, daß sie die größte Stabkirche (sprich komplett aus Hols gebaut) von Norwegen ist.Danach gings weiter nach Kleppstad. Dort haben wir einen netten und günstigen Campingplatz gefunden und uns um ca 14:00 niedergelassen. Nach der Reparatur der geschrottenen Lampe von gestern sitzen wir jetzt an der Sonne und warten auf das Fünfgänge-Abendessen, daß uns aber leider keiner bringt. Morgen werden wir die Lofoten erkunden. 

  

Kleppstad






                                                                                

05.06.2014 Kleppstad

 

Hallo zusammen, wir sind zurück von der Expition an die Lovotenspitze, nach A. So nennt sich der letzte Ort, am A .. der Welt. Wir sind um 10:00 Uhr aufgebrochen auf die E10, auf der Brücke über den Gimsoystraumen und dann am Sundlakkstramen entlang bis Limstrand. Weiter gings durchs  Landesinnere bis Gravdal. Sebstverständlich bei schönem Wetter und immer wieder der Wechsel zwischen schroffen Bergen und Wasser. Es wird schon fast langweilig,weil wir schon so verwöhnt sind. Zwischen Reine und Soervaegen eine riesige Baustelle und plötzlich ein Stopp. Der Mann mit der Kelle meinte: ca. 30 Minuten warten. Ein Stück weiter vorne sahen wir einen Bagger, in schwindeler Höhe in einer Felswand, der riesige Felsbrocken über die Wand auf die Baustelle warf. Wir standen direkt an der Felsküste, setzten uns in die Sonne, beobachten das Meer und warteten. Die Kolonne hinter uns wurde immer länger. Plötzlich tauchte vor uns für Sekunden ein Seehund auf. Bis ich das Tele montiert hatte war er natürlich weg und war nie mehr gesehen. Aus der halben Stunde wurden 1 1/2 Std. bis es weiter ging. Nach ca. 30 Minuten waren wir dann in A am Ende der Straße. Schon auf der Strecke waren überall Gestelle mit Stockfisch zum Trocknen. A bestand nur aus ein paar bunten Häusern, einem kleinen Hafen undStockfischgestellen. Die Luft fischelte richtig.  Vom Parkplatz aus gingen wir ganz auf die Landspitze und schauten auf das weite Meer. Nach diversen Beweisfotos umrundeten wir die Landzunge und machten uns wieder auf den Heimweg. Durch die Verzögerung war es inzwischen 15:00 Uhr, kein Essen seit dem Morgen und mein Magen knurrte wie Sau. In A fanden wir einen Coop und Manfred gönnte mir ein paar Kekse.Dann wieder weiter zurück bis Leknes und dort rechts auf die 815, eine kleine Straße direkt an der Westküste entlang. Traumhaft schön, kurvig und eng. Um 18:00 Uhr waren wir wieder am Campingplatz. Aber es gab noch nichts zu Essen, nein, Bilder sortieren, Filme runterladen und Eintrag machen. Jetzt werden wir Grillen. Morgen geht es auf den oberen Teil

Kleppstad




06.06.2014 Kleppstad 3.Tag

heute sind wir ganz gemütlich nach dem Duschen und Frühstücken um 10:00 Uhr losgefahren, um den Nordteil der Lofoten zu erkunden. DasWetter war bewölkt, aber nicht tragisch. Wir fuhren auf der E10 nach Svolvaer und sind nach ca. 15 km links abgebogen nach Sandsletta auf dieWestseite, ( Meerseite) der Lofoten. Dann ging es weiter nach Laukvik einem kleinen Fischerhafen, durch sehr karge Mooslandschaft. Nach einigen Fotos an der Hafenmole fuhren wir weiter der Küste entlang nach Grunnfoer, Stronstad undFiskebol. Auf einer sehr schmalen, kurvigen, einsamen und romantischen Straße. Danach auf der E10 wieder zurück nach Svolvaer. Dort wollten wir etwas durch dieStadt bummeln und einen Cappuccino in der Sonne genießen. Am Hafen sahen wir dann ein Boot das um 13:30 Uhr in den Trollfjord fahren würde. Für 60 Kronen pro Person und ca. 3 Std. Fahrzeit. Wir entscheiden uns schnell und fuhren mit. Die Fahrt war gigantisch schön, zuerst der Küste entlang und dann durch den Raftsundei. Eingesäumt von 1000 – 1400 Meter hohen Bergen mit teilweise schroffen Felswänden. In den Trollfjord tuckerten wir durch eine 100 Meterbreite Einfahrt durch die Felswände. Uns wurde gesagt, daß auch die großen Hurtigurten Schiffe hier einfahren würden. DerTrollfjord wie aus dem Märchenbuch, klein, romantisch, mit vielengroßen Wasserfällen, saftigen grünen Hängen und Felswänden. Aufdem Heimweg lockte die Schiffsmannschaft die Möwen mit Keksen an undes war irre, ihren Flugkünsten und Verfolgungsjagten zuzusehen. Weiter draußen haben sie  auch noch 2 Seeadler angelockt, aber nicht mit Keksen sondern mit Fischen. Das war ein einmaliges und imposantes Erlebnis. Die Fahrt war jede Krone wert. Zurück im Hafensuchten wir ein Café, aber alle hatten um 17:00 Uhr den Gehsteig hochgeklappt. Uns knurrte wieder der Magen, den ganzen Tag noch nichts gegessen und getrunken. Ich habe mir von einem Fischer noch einen Liter frische Krabben gekauft und zurück ging es schnellstens auf den Campingplatz.

 

  

Kleppstad





07.06.2014 Ballangen

 

Heute gibt es nicht viel zu schreiben. Am Morgen als wir los fuhren war es bewölkt und etwas neblig. Im Lauf des Tages klarte es auf. Eswar nur eine reine Fahretappe und es gibt nichts zu berichten und auch keine Fotos. Am Nachmittag sind wir in Ballangen eingetroffen und haben uns in der Sonne erholt. Zum Abendessen gab es Nudeln mit Bierwurst , Paprika und Mais gebraten und gemischten Salat.

 

  

Ballangen



08.06.2014 Fauske Camping Leivseth

 

Nach Duschen und Frühstück gings heute Morgen um 9:15 Uhr los auf der E6 in Richtung  Fauske. Heute ist das Wetter bis jetzt stark bewölkt und teilweise neblig. Wir fuhren ca. 45 Minuten bis Skarberget. Dort mussten wir auf die Fähre nach Bognes. Als wir von den Bergen hinunter zur Anlegestelle fuhren sahen wir eine Fähre kommen oder gehen. Unten angekommen waren wir allein und die Fähre gerade weg. Nach Angaben  des Fahrplans ca. 1Std. 20 min.warten. Nachdem wir es uns gerade gemütlich im Pickup gemacht hatten, denn draußen war es kalt und windig, kamen noch einige Autos und plötzlich auch eine Fähre. So betrug die Wartezeit nur noch 30min. Die Überfahrt dauerte ca. eine halbe Stunde und kostete 232 Kronen. Danach wieder einige Gebirgsstrecken teilweise im Nebel und dann an einem wahrscheinlich schönen Fjord, dem Leirfjorden entlangdurch viele Tunnels, doch leider war die Sicht nicht sehr gut. Jetzt sind wir in Fauske gelandet und werden bald Essen kochen, Reisfleisch und Salat. Morgen geht es weiter Richtung Trondheim.

 

  

Fauske



09.06.2014 Mosjoen

 

Heute haben wir bis 8:00 Uhr geschlafen und haben uns um 10:00 Uhr auf den Weg gemacht. Das Wetter war sehr bewölkt, in der Nacht hat es mal kurz geregnet. Zuerst fuhren wir den Saltdalsfjorden entlang nach Rognan und dann ins Landesinnere durch das Londsdalen über einen Pass 700 Meter Meereshöhe, landschaftlich wie bei uns imHochgebirge über 2500 m. Große Schneefelder und ein reißender Fluß säumten die Straße (E6). Nach Stodi kamen wir zum Polarkreis 66Grad 33 min. Dort war ein großes Touristencenter mit Cafè und einem riesigen Parkplatz. Zum Glück nur wenige Fahrzeuge, aber man sieht direkt den Rummel im Sommer. Wir haben alles besichtigt, die obligatorischen Fotos gemacht, uns mit 2 Wohnmobilpaaren aus Erlangen unterhalten und uns im "Arctic Circle Center" T-shirts gekauft, dort ist uns auch der erste Elch begegnet. Dann wollten wir im Polarkreis Cafè einen Cappuccino trinken, aber war wohl nix, nur Kaffee aus der Pumpkanne. Also zurück zum Gespann und weiter. Über Storsforshei nach Mo i Rana den Ranafjorden entlang nach Korgen und durch den 8,5 km langen Korgfielltunellen nachSandvik und Mosjoen. Dort auf dem Campingplatz haben wir denWohnwagen abgehängt und aufgebockt. Im Norwegenbuch steht überMosjoen: "Das historische Viertel ist eines der größten Holzhausareale des Landes, dessen Bauten als Kneipen und Galerien und auch noch als Wohnhäuser genutzt werden". Das wollten wir uns nicht entgehen lassen und natürlich in aller Ruhe einen Cappuccino trinken, mit gutem Kuchen dazu. Das Zentrum haben wir gefunden, die Häuser auch, die vielen Cafés auch, aber keinen Cappuccino. AlleSachen hatten nur von 11:00 Uhr bis 15:00 Uhr offen und es war ja schon 16:00 Uhr. Es wirkte wie in einer verlassenen Western GhostTown. Die Häuser und alten Speicher waren ja sehr nett, wir aber so entäuscht, daß wir zurück fuhren zum Wohnwagen, uns eine Kaffee kochten und die restlichen Nudeln von vorgestern gegessen haben. Jetzt sitzt Manfred da und schält Kartoffeln, den heute gibt es gegrillte Würstchen mit Bratkartoffeln und Rote Rüben Salat. Morgen geht es nach Trondheim weiter. 

  

Mosjoen



10.06.2014 Malvik bei Trondheim

 

Heute Morgen sind wir um 7:00 Uhr aufgestanden, da die Etappe heute laut Navi 350 km und 6 3/4 Std. lang sein sollte. Um 9:00 waren wir auf der Straße E6 durch das Bjorndalen in Richtung Trofors, an diversen Bergseen entlang weiter nach Majavatn und durch das Namdalen nach Grong. Die Bewölkung vom Morgen löste sich immer mehr auf und die Sonne begleitete uns. Je weiter wir nach Süden kamen um so stärker wurde das Grün und der Frühling brach richtig aus. Das hat uns schon auf der ganzen Fahrt fasziniert, oben Schnee und kalt, unten 400- 600 Meter tiefer, schlagartig Frühling und von allen Bergen stürzen riesige Wasserfälle mit Schmelzwasser tosend in dieTiefe. Von Grong ging es weiter nach Snäsa am Snäsavatnet entlang nach Steinkjer. Um 12:30 trafen wir auf einen Spar Markt, haben eingekauft und ein Stück weiter auf einem Rastplatz Brotzeit gemacht. Weiter ging es am Fatenfjorden, Stordalsfjorden entlang bis hierher, einem Super Campingplatz "Storsand Gard Camping"mit allen Schickanen, aber auch der teuerste (320 NOK pro Nacht) bis jetzt. Um ca. 15:00 Uhr waren wir da. Jetzt habe ich Kaffee getrunken und mache mich an meine Arbeiten. Manfred ist auf Fotosafari. Heute Abend gibt es Pellkartoffeln mit Paprika- und Kräuter- Quark undCamenbert. Morgen weden wir Trondheim besichtigen. 

  

Malvik





11.06.2014 Trondheim

 

Heute war Trondheim angesagt. Um 8:00 Uhr sind wir aufgestanden. Leider hat uns nicht die Sonne geweckt, sondern es war bewölkt und Regen im Forcast. Wir sind nach diversen Überlegungen über die passende Bekleidung um 10:00 Uhr los gefahren ins Zentrum und haben dort ein Parkhaus gefunden. Weiter gings zu Fuß in Richtung Nidarosdom. Eine nette Altstadt am Nidelva-Ufer, Holz undSteinhäuser, 1 - 2 stöckig, kleine Parks und diverse Bronzefiguren von alten und neuen Persönlichkeiten der Stadt. Am Dom angekommen wolten wir ihn natürlich besichtigen, aber Fehlanzeige, von 10:30Uhr bis 13:00 Uhr wegen einer Veranstaltung geschlossen. Also beschlossen wir durch die Stadt zum Hafen zu gehen um große Kreuzfahrschiffe zu sehen. Inzwischen hatte es zu regnen begonnen.Wir dachten, nur ein kurzer Schauer, der sich aber zu einemDauerregen entwickelte. Im Hafen lag tatsächlich einKreuzfahrtschiff, die Rotterdam, und einige kleinere. An derHurtigurten-Anlegestelle war leider kein Schiff da, aber  wir schon ordentlich naß. Wir gingen also wieder in die Stadt zurück und fanden das Dromedar-Café, wo wir uns endlich den erste nCappuccino und einen Kaffee und was Süßes leisteten um wieder etwas abzutrocknen. Als wir das Café verließen hatte es doch zu regnen aufgehört. Wir gingen wieder zum Dom und für 70 NOK rein. Der Dom hat eine sehr interessante Geschichte. Er stammt ursprünglich ausdem 11. Jahrhundert und war Erzbischofssitz des größten Erzbistum der damaligen Zeit. Es umfasste alle Nordländer, England und Irland.Eine sehr interessante Kirche mit einer guten Führung. Als wir aus der Kirche kamen sah es nach Wolkenbruch aus. Wir wollten nicht nochmals naß werden, darum zurück zm Auto. Im Pakhaus standen wir dann vor dem Automat und konnten nicht bezahlen. Er nahm kein Bargeld und hatte nur einen Schlitz für die Parkkarte. Einige Norweger halfen uns dann weiter und erklärten uns, wir müssten die EC Kartein den selben Schlitz stecken. Aber der Automat wollte keine unserer Karten. Als letzter Versuch dann die Visa-Card, die hat funktioniert. Als wir aus dem Parkhaus kamen regnete es wie aus Kübeln, aber wir waren ja im Trockenen. Nur leider fanden wir nicht mehr zurück auf den den Campground, wir hatten alle Landkarten im Wohnwagen gelassen und das Navi war auch nicht im Stande uns richtig zu führen. Nach einigem Hin und Her sind wir dann doch noch zurück gekommen. Inzwischen scheint wieder die Sonne. 

  

Trondheim



12.06.2014 Vägämo

 

Heute sind wir schon um 9:00 Uhr aufgebrochen.Von Trondheim auf die E6 nach Süden in's Landesinnere über Storen, Berkäk, Oppdal, durch das Drivdalen nach Otta. In Otta sind wir rechts abgebogen auf die 15 nach Vägämo. Die Landschaft wechselte von Schwarzwald in's Hochgebirge. Das Wetter war durchwachsen, etwas Regen dann wieder Sonne, aber immer ein starker kalter Wind. DieHäuser mehr und mehr alte Holzhäuser, oft mit Grasdächern und vom Stil fast wie Hochalmen. Vägämo ist ein kleines Dorf, mitentzückenden alten Häusern und denkmalgeschützen Gehöften und scheint in der Hauptsaison ein Touristikzentrum zu sein. Im Moment sind wir die einzigen Touristen auf dem sehr sauberen und rustikalen Campingplatz. Von hier aus haben wir einen Rundgang durch den Ort gemacht und die Stabkirche (für Norwegen typische Holzkirche) aus dem 11. Jahrhundert besucht. Alles ist aus Holz und teilweise mit sehr schönen Bemalungen. Anschließend haben wir eingekauft und uns einen Espresso und einen Capuccino genehmigt. Jetzt sitze ich bei 15 Grad, gefühlt höchstens 10 Grad, im kalten Wind vor dem Wohnwagen,in der Vliesjacke und Daunenweste, die Einheimischen noch in der kurzen Hose, schreibe meinen Bericht und archiviere Bilder. Heute Abend wird gegrillt, damit wir uns wenigstens die Finger am Grill aufwärmen können. Morgen geht es zum Jostedals Nationalpark und zumJostedalsgletscher. 

  

Vägämo



13.06.2014 Jostedalen

 

Heute, glaube ich, haben wir den Höhepunkt unserer Reise erlebt ,in jeder Hinsicht, an Meereshöhe und an Landschaftsbilder. Um 8:45 Uhr gings los, über Lom auf die 55, durchs Leirdalen, über Elveseter, einem alten Romantik Hotel bei dem sich der Inhaber ein Denkmal gesetzt hat. Aber schön anzuschauen. Jetzt ging es richtig ins Hochgebirge, enge Straße, viele Haarnadelkurven und langsam über die Baumgrenze in den Schnee, durch das Breiseterdalen zurSognefjellhytta auf ca. 1400 Meter Höhe, zu vergleichen mit ca. 3000 Meter Höhe bei uns. Hier in den Schneefeldern gab es verschiedene Langlaufloipen und wir sahen das Norwegische Biatlonteam beim Training, ein Mädchen sogar in kurzen Hosen.  

Ein  Ausblick schöner als der andere bei strahlendem Sonnenschein.  Auf diverse Berge, weite Täler und Gletscher, z.B. der Storbreen und der Tverrabreen. Danach gings weiter nach Gaupne hinunter, wieder auf Meereshöhe und strahlendem Spätfrühling, alles dick grün und wo Flieder, Lupinien und Margriten blühen. Von Gaupne aus gings über die 604 wieder rauf nach Jostedalen und dem Gletschergebiet. Das alles war unserem Fotographen 200 Bilder wert. Heute Abend gibt es Wildreis mit Champingions und gemischten Salat. Morgen gehen wir auf den Jostedalen Gletscher und hoffen nicht in eine Gletscherspalte zufallen. 

  

Jostedalen


Fortsetzung unter Teil 2

 

 

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